Weine aus Frankreich: Home

Terroirs und Regionen

Der französische Rebstock ist mit den Gegenden, in denen er wächst, untrennbar verbunden und die französischen Weine sind in natürlicher Weise ein Abbild der Winzer, die sie gestalten. Von Nizza bis Bordeaux, von Arbois bis Cognac, von Toulouse bis Straßburg erzählen die französischen Regionen lebendige, fröhliche und schlemmerhafte Geschichten, in denen der Wein eine herausragende Rolle spielt. Diese Bezeichnungen haben ihren Ruf auf Anbaugebieten unglaublicher Vielfalt errichtet und jede von ihnen findet in ihrer Wahlregion den Boden, der ihre spezifische Besonderheit optimal zum Ausdruck bringt.

Gute Reise und viel Spaß beim Entdecken!

Die Liste der AOP (g.U.) und IGP (g.g.A.) finden Sie auf der Website des INAO: http://www.inao.gouv.fr/public/home.php?pageFromIndex=produits/index.php~mnu=145
Unter „Type/Catégorie“ die Kategorie „4.1 Vins“ auswählen
Unter „Signe“ die Option „AOP“ (g.U.) oder „IGP“ (g.g.A.) auswählen

Elsass

Eine erstaunliche Region. An der Kreuzung der Kulturen und mitten in Europa kultiviert sie ihre Zwiespältigkeit in ihrer Sprache, ihren Traditionen und sogar in ihren Weinen. Sie ist auch die einzige Region in Frankreich, die schon seit langem Weine unter dem Namen der Rebsorte vertreibt. Ein weiteres Paradox: das Elsass, ein wichtiger, sehr dicht besiedelter Wirtschaftsraum, ist zugleich eine schöne Landwirtschafts- und natürlich Weinbauregion.

Die Rebe erhält hier eine Paradestellung: die Region produziert großartige aromatische Weißweine, unter denen der Riesling und der Gewürztraminer zu den zwei edelsten Vertretern zählen.

Mehr Infos: www.vinsalsace.com/

Klima

Das Elsass wird zwar als nördliche Gegend empfunden, doch im Sommer klettert das Thermometer auf über 30°C und die Sonne scheint hier häufiger als im Durchschnitt, während die Niederschläge zu den spärlichsten in Frankreich zählen. Diese Situation ist auf die Vogesen zurückzuführen, die die Hänge des Weinbaugebiets vor den atlantischen Einflüssen aus dem Westen schützen. Aufgrund ihrer Höhe regnen die Wolken auf ihrem Westhang ab und die trockene Luft erwärmt sich beim Abstieg am Osthang, genau dort, wo der zur Morgen- und Mittagssonne ausgerichtete elsässische Weinberg liegt. Diese günstigen klimatischen Voraussetzungen bleiben oft auch im späten Herbst noch bestehen. Sie begünstigen eine langsame Reifung der Trauben und erhalten ihr Aroma.

Terroir

Aus der Absenkung des Vogesenmassivs und des Schwarzwaldes vor mindestens fünf Millionen Jahren entstand die Oberrheinische Tiefebene, ein breites fruchtbares Schwemmland auf beiden Seiten des Rheins. Das elsässische Weinbaugebiet erstreckt sich am Rand dieser Ebene an den Ausläufern der Vogesen. Im Wesentlichen finden sich in diesem Weinbaugebiet drei Hauptgruppen von Gebieten mit spezifischen Eigenschaften, den so genannten „Terroirs“: Das erste ist das höchste und steilste und besteht aus wasserdurchlässigen sauren Granit- und Sandböden. Das zweite besteht aus gut entwässerten Kalk- oder Mergelböden zwischen 200 und 300 Meter Höhe. In diesem Terroir findet man die Spitzenweine mit dem bemerkenswertesten Ausdruck. Die dritte Gruppe wird aus hohen Schwemmlandterrassen mit Kieselsteinen, Sand und Kies gebildet.

Lebensart

Im Elsässischen Weinbaugebiet scheint die Zeit stillzustehen. Es beherrscht die Oberrheinische Tiefebene und liegt abseits vom Wirtschaftstumult einer Region im Kontakt mit drei Ländern. Die Rebflächen umschließen zahlreiche kleine Dörfer, deren Häuser mit ihren roten Ziegeldächern sich um spitztürmige Kirchen scharen. Fachwerkhäuser und rote und rosa Geranien an allen Fenstern bilden eine Kulisse, die so friedfertig ist wie auf einer Postkarte. Die gut geordneten Weinberge führen die Diszipliniertheit der Elsässer vor Augen, doch die zahlreichen Feinschmeckerrestaurants und „Winstubs“ machen uns bewusst, dass wir uns sehr wohl in Frankreich befinden. Genau diese auf eine lange Geschichte zurückgehende Dualität wird im Elsass so sehr geschätzt. Benehmen, Gastfreundschaft und Engagement für bestmöglichen Weinbau. Die berühmte Elsässer Weinstraße, die den Weinberg von Norden nach Süden durchzieht, hat durchschlagenden touristischen Erfolg.

Beaujolais

Das Gebiet Beaujolais könnte wie die ideale Postkarte des ländlichen Frankreichs aussehen. Eine Abfolge sich deutlich abzeichnender Hügel, die durch waldbedeckte schroffere Kämme abgegrenzt sind. Weit im Osten der freie Blick auf die Saône-Ebene und am Horizont die weiße Silhouette der Alpen und ihres höchsten Gipfels, des Mont Blanc. In dieser dynamischen Region ganz in der Nähe von Lyon, Hauptstadt der Gastronomie, leben die Menschen gut und lassen es sich anmerken. Sie haben den Humor ihrer Landsleute aus dem Norden und sind so ausgeglichen wie die Bewohner des Mittelmeers, denn hier bewegt sich das Klima zwischen rau und sonnig. Die Weine wiederum haben sich ihr Feld ganz eindeutig auf der freudigen Seite gesucht.

Mehr Infos: http://www.beaujolais.com/

Klima

Moulin-à-Vent en été © D. Gillet - Inter BeaujolaisDie Region Beaujolais gehört zur Familie der kontinentalen Weinbaugebiete mit trockenen kalten Wintern und heißen Sommern. Die nach Osten und Süden ausgerichteten Weinberge schmiegen sich an die von den feuchten Westwinden geschützten Hügel an und sind von sonnigen Sommern mit einigen mediterranen Einflüssen geprägt. Sie führen in das ganz in der Nähe gelegene Rhonetal hinaus. Das Klima ist somit gemäßigt und selten kalt. Die Rebsorte Gamay profitiert gut von diesen milden Klimavoraussetzungen und wird ziemlich früh geerntet, was eine gute Traubenkonzentration ermöglicht. Die gute Sonnenlage der teilweise terrassenförmig angepflanzten Rebstöcke fördert die Reifung der Trauben.

Terroir

Col de Truges à Chiroubles © D. Gillet - Inter BeaujolaisDie Region Beaujolais versammelt zwei ganz verschiedene Terroirs. Im Süden produzieren die Lehm-Kalkböden der Appellation Beaujolais und Beaujolais-Villages schwelgerisch fruchtige Rotweine. Dieses Gebiet ist das großräumigste der Region und zeigt eine Aufeinanderfolge üppiger runder Hügel mit gut ausgerichteten Rebflächen, die die Sonnenstrahlung optimal einfangen. Im Norden der Region Beaujolais stammen zehn Weingüter aus zehn Dörfern, die ganz unterschiedliche Böden aufweisen, vor allem auf der Grundlage von Schiefer und von rosa oder blauem Granit, den man in Fleurie und Côte de Brouilly vorfindet. Die Rebsorte Gamay erzielt hier sehr schöne Ergebnisse mit einer ausgedehnteren Aromapalette und einer kräftigeren Tanninstruktur. Die Weine können länger altern. Die zehn Qualitätsweine des Beaujolais sind die Wirtschaftslokomotive der gesamten Region.

Lebensart

Ballade autour du Château de Montmelas © D. Gillet - Inter BeaujolaisDas Leben im Beaujolais ist so wie seine unzähligen kleinen ländlichen Dörfer: angenehm und einladend. Der Charakter der Bewohner des Beaujolais ist schalkhaft und humorvoll. Es gibt immer etwas zu feiern und die Küche hat einen hohen Stellenwert. Die Lyoner amüsieren sich oft hier in den Weingütern, und ihrem Sinn für einfaches schmackhaftes Essen wird im Beaujoulais gerne entsprochen. Hier wurde der Beaujolais Nouveau geboren, der ab dem dritten Donnerstag im November erhältlich ist, gerade so, also könne man es nicht mehr erwarten, den neuen Jahrgang zu feiern. Ein Stichtag, der nach und nach die ganze Welt verführt hat. Die Geduldigsten warten auf April, bis die zehn "Crus" aus der Taufe gehoben wurden, um die Vielschichtigkeit der großen Beaujolais-Weine kennen zu lernen.

Bordeaux

Bordeaux nimmt in Frankreich eine begehrte Lage ein: die Stadt und ihre Region zwischen Kontinent und Zugang zum Ozean über die Gironde bringen Süden und Norden miteinander in Einklang. Bei der seit jeher weltoffenen Großstadt mit ihren Hauptstadtallüren denkt man an Antwerpen oder Versailles, während ihre Architektur großer Perspektiven eher an Paris erinnert als an die Dörfer des Mittelmeerraums. Doch die Stadt Bordeaux liegt aufgrund ihres Klimas und der hohen Lebensqualität ihrer Bewohner auch in einer südländischen Region. Surfer haben ihren Treffpunkt in der Nähe, die heißen Sommer und riesigen gelben Sandstrände laden ein, die Natur zu genießen, und in der Gastronomie finden sich manch baskische oder spanische Einflüsse. Dieses perfekte Gleichgewicht zwischen Nord und Süd ist auch im Weinbaugebiet und seinen Weinen zu erkennen.

Mehr Infos: www.bordeaux.com/fr

Klima

Ohne den vorhandenen Ausläufer des wohltuenden Golfstroms, der den Nordatlantik bis nach Norwegen aufwärmt, wäre es in Bordeaux aufgrund ihrer geografischen Breite genauso kalt wie in New York. Tatsächlich aber ermöglichen die Sommerhitze und vor allem die schöne Nachsaison eine gute Reifung der Trauben. Der ganz in der Nähe liegende Ozean, dessen salzige Gischt vom größten Kiefernwald Europas abgefangen wird, mildert dieses heiße Klima ab. Die riesige Mündung der Gironde, die über 100 Kilometer ins Landesinnere hineinreicht, begünstigt diese Klimamäßigung. Gerade in den Weinen spiegelt sie sich wieder: sie sind sonnenverwöhnt, jedoch weder üppig noch schwer. Das versteht man unter Ausgewogenheit.

Terroir

Das Mosaik der Terroirs aus Bordeaux hat zwei Hauptursprünge. Am linken Ufer der Gironde beherrschen die Schwemmländer entlang der Flussmündung das Weinbaugebiet auf über 150 Kilometer. Doch ihre Böden sind nicht x-beliebig: sie bestehen im Wesentlichen aus grobem Kies, Kiesel und Rollsplit aus den Pyrenäen, wo der Fluss 600 Kilometer weiter entspringt. Dieser Kies auf Sand bildet gut entwässerte warme Terrassen, die sich perfekt für Rebstöcke eignen, insbesondere für Cabernet Sauvignon. Auf der anderen Flussseite erwartet Sie eine rundere körperreichere Welt mit Hängen und Hügeln auf tieferen Lehm-Kalkböden, die zum Beispiel perfekt für Merlot sind. Diese Terroirs stammen von unterschiedlichen Ablagerungen und aus Schwemmländern und weisen stets einen deutlichen Kalkgehalt auf.

Lebensart

Bordeaux ist wie ihr Klima eine Stadt zwischen zwei Stühlen. Noch nördlich und schon südlich. Von der englischen Herrschaft im Mittelalter bewahrt sie ein gewisses Phlegma und großartige Eleganz. Von den Handelsströmen mit den Hansestaaten und mit Holland stammen ihre Professionalität und ihre Weltoffenheit. In der Zeit Ludwigs XIV. entstand ihre aufrechte geradlinige klassische Architektur, die man in den unzähligen Herrensitzen aus hellem Stein wiederfindet. Bordeaux lebt jedoch auch im südländischen Rhythmus. Die Stadt versteht es, sich schwelgerisch und heiter zu zeigen, denn ihre Einwohner stammen aus ganz Aquitanien, dieser schönen Provinz direkt neben Spanien. Ganz sicher befindet man sich hier näher an Bilbao und Toulouse als an Paris.

Bourgogne

Village de la Côte de Beaune : porte d’entrée de la parcelle Die Region Bourgogne hat sich aus ihrer langen Geschichte eine Tradition der Exzellenz bewahrt. Die Größe der Burbonen, die bis zur Nordsee regierten, formte die Städte, aber auch die Weinbaulandschaften, insbesondere mit Hilfe der Zisterziensermönche im Mittelalter. So sind sämtliche Weinbaugebiete der Bourgogne an Hängen in guter Lage eingerichtet, um die Sonnenstrahlung optimal einzufangen. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Mönche und später die Winzer geduldig die aufgrund ihrer geografischen Lage, ihres Bodens und ihres Untergrunds besten Parzellen ausgewählt und die dort am besten gedeihenden Rebsorten identifiziert. Die Parzellen haben im Burgund so große Bedeutung, dass sie hier Climat (für die Appellationen Premier Cru und Grand Cru) oder Lieu-dit (für die Appellation Villages und die regionalen Appellationen) genannt werden.

Mehr Infos: www.vins-bourgogne.fr

Klima

Vignoble de la Côte de Beaune : Montagne des Cortons, parcelle Die Bourgogne umfasst sehr unterschiedliche Gebiete. So ist Morvan im Osten eine regnerische und kalte Zone, weil sie die Einflüsse des Atlantiks abfängt. Das westlicher gelegene Weinbaugebiet genießt ein sonniges Klima. Die Rebstöcke sind auf gut ausgerichteten Hängen gepflanzt, um die Sonne und den Wind optimal zu nutzen. Die Region Bourgogne genießt somit ein kontinentales Klima, das angesehene Weine aus den Rebsorten Spätburgunder und Chardonnay hervorbringt. Die Menschen haben es verstanden, von Chablis bis Mâconnais die besten Terroirs zu nutzen. Im Süden wurden die Felder mit der besten Sonneneinstrahlung ausgewählt. Zum größten Wohl von Spätburgunder und Chardonnay, aber auch der Sorten Aligoté und Gamay, werden die Hänge des Burgunds vor der „Bise“, dem trockenen kalten Nordwind, geschützt und großzügig von der Sommer- und Herbstsonne beschienen.

Terroir

Angesichts ihrer Ausdehnung und vor allem ihrer geologischen Vielfalt gibt es in der Region Bourgogne zahlreiche ganz unterschiedliche Weingegenden, die Climats genannt werden. Für diese Climats wurde die Einstufung als Unesco-Welterbe beantragt. Die Bourgogne ist durch drei Weinbaugebiete gekennzeichnet. Das nördlichste ist das Gebiet Chablis/Auxerrois auf häufig durch Sedimentierung entstandenen Hügeln. In der Mitte weiter westlich befinden sich die Gebiete Côte de Nuits, Côte de Beaune und Côte Chalonnaise, ein schmaler Streifen geneigter Kalkböden mit einem besonderen Entwässerungssystem.

Das im Süden gelegene Gebiet Mâconnais schließlich besteht aus Lehm-Kalkböden und ist offen für Einflüsse des weit entfernten Mittelmeers. Diese unterschiedlichen Cru- und Village-Weingüter sind alle durch das große Weinbaugebiet der Regionalen Appellationen verbunden, das sich von Süden nach Norden erstreckt.

Lebensart

Dégustation en cave © BIVB / IBANEZ ADie Weinbauregion Bourgogne illustriert perfekt das Bild, das allenthalben vom französischen Winzer kursiert: ein begeisterter Handwerker im Einklang mit dem Boden und der Natur. Dies liegt daran, dass das Weinbaugebiet in zahlreiche kleine Parzellen zersplittert und damit die Durchschnittsfläche der Weingüter sehr klein ist. Viele dieser Parzellen sind von kleinen Mauern eingegrenzt. Es gibt deshalb eine beeindruckende Zahl kleiner Erzeuger, die kunstvoll ihren Wein bereiten. Die in manchen Zonen des Weinbaugebiets bestehenden Kooperativen sind an der Produktion von Qualitätsweinen beteiligt. Die Region Bourgogne profitiert auch von ihrem dynamischen Handel, der dazu beiträgt, die Qualität ihrer Weine in der ganzen Welt bekannt zu machen. Die stark verankerte ländliche Kultur bringt außerdem schöne Winzerfeste hervor, wie das Fest am Gedenktag des Heiligen Vinzenz, an dem einen Tag lang sämtliche Weinkeller für die Allgemeinheit geöffnet sind und die Geheimnisse des Weins geteilt werden und sich wieder verflüchtigen.

 

Champagne

Le vignoble champenois en hiver - Photo Philippe Maille ©Comité Champagne Die Region Champagne ist eine Gegend mit kaltem Klima. Der Weinbau ist hier deshalb eine Herausforderung, zu der die Geschichte und die zahlreichen Kriege, die in diesem Landstrich ausgetragen wurden, nicht viel Hilfreiches beigetragen haben. Trotzdem haben es die Winzer im Laufe der Jahrhunderte verstanden, den kargen Kalksteinboden zu zähmen und ihn schließlich zum weltweiten Symbol für Festesfreude, Liebe und großartige Augenblicke zu machen.

Mehr Infos: www.champagne.fr/

Klima

Le vignoble champenois en été - Photo Michel Guillard ©Comité ChampagneMit einer Temperatur von 11°C im Jahresdurchschnitt hat die Region Champagne das strengste Klima aller französischen Weinbauregionen, was sie jedoch nicht daran hindert, weltbekannte Weine herzustellen. Die Champagne steht unter dem doppelten Einfluss des kontinentalen und ozeanischen Klimas, der für günstige Sonneneinstrahlung im Sommer, Niederschläge in regelmäßiger Menge und wenig ausgeprägte Temperaturunterschiede im Jahreslauf sorgt. Frühjahrsfröste sind häufig, der Sommer ist heiß aber kurz, und bei der Weinlese kann es bereits kühl werden.

Terroir

Sol de craie en Champagne - Photo Michel Guillard ©Comité ChampagneChampagner wird aus Trauben von Rebstöcken hergestellt, die auf den durch ein Gesetz von 1927 streng abgegrenzten Parzellen des Gebiets der Appellation Champagne stehen, das sich über etwa 34000 Hektar erstreckt und 320 Cru-Weine erzeugt. Diese Parzellen liegen an mehrheitlich nach Süden und Südosten ausgerichteten Hängen in fünf Departements: hauptsächlich in Marne und Aube sowie in Aisne, Haute-Marne und Seine-et-Marne. Die Kreideböden der Champagne bestehen aus Calcitgranulat. Ihre hohe Porosität machen sie zu einem regelrechten Wasserspeicher, der selbst in den trockensten Sommern für ausreichende Wasserversorgung der Pflanzen sorgt. Dieser Unterbodentyp begünstigt die Entwässerung der Böden und aus geschmacklicher Sicht eine ganz besondere Mineralität mancher Champagnerweine.

Lebensart

Photo Zucchi ©Comité ChampagneDas Paradox der Champagne besteht im Kontrast zwischen der Wahrnehmung des Champagners als Wein der Feste, der Verführung, des leichten Lebens, wo man fast alles vergisst, und der Strenge der Region andererseits. Denn hier werden die Reben mit Strenge und Beharrlichkeit und stets mit Blick auf den Wetterbericht angebaut, und hier wird ein festliches Produkt für die ganze Welt hergestellt. Doch hinter diesen mühsamen Landschaften und dem strengen Klima stehen Tausende Frauen und Männer, die ihren Beruf lieben. Sie lassen bei der kleinsten Gelegenheit die Champagnerkorken knallen und sind als erste dabei, um Festesstimmung zu verbreiten.

 
 

Charentes

© BNIC / Stéphane CHARBEAUDas Gebiet der Charentes auf halbem Weg zwischen der Loire und der Garonne überdeckt zwei Departements und bildet eine Region, die für ihre Cognac-Herstellung weltbekannt ist. Die Region genießt dasselbe ozeanische Klima wie Bordeaux, vielleicht etwas weniger heiß, und produziert außerdem den Pineau des Charentes und verschiedene Landweine. La Rochelle, eine schöne Hafenstadt mit Blick auf das Meer und die vor ihrer Küste liegenden Inseln, inspiriert seit langem Seefahrer und Liebhaber schöner Gebäude. Aufgrund ihres sehr sonnigen Mikroklimas sind die Charentes eine ganzjährig milde Region, die zahlreiche Gelegenheiten zur Entdeckung eines großartigen Weinguts bietet. Hier beginnt der Süden mit begeisterten Winzern und zahlreichen Schneckenliebhabern. Ein Stück echtes Frankreich.

Mehr Infos:

www.pineau.fr/

www.cognac.fr

Klima

© BNIC / Stéphane CHARBEAUDie Region Charentes nördlich von Bordeaux genießt eine hohe Sonneneinstrahlung. Diese große Region am Atlantikufer profitiert wie das Bordeaux von den wohltuenden Ausläufern des aus der Karibik stammenden Golfstroms. Dieser Einfluss ist besonders im Sommer zu spüren und begünstigt den Anbau von Weinstöcken und insbesondere die Reifung der Trauben. Die Winter sind mild und vor starken Frösten geschützt, so dass die mehrheitlich in der Region verbreitete Rebsorte Ugni Blanc gute Wachstums- und Reifungsvoraussetzungen vorfindet.

Terroir

© BNIC / Stéphane CHARBEAUAuch hier beherrscht das Mesozoikum die Geschichte der Böden. Die Sedimente aus dem Meer, die sich über Jahrtausende hinweg ablagerten, haben einen mehr oder weniger reinen, mehr oder weniger einheitlichen Kalksteinboden gebildet. Im Zentrum der Region weisen die Große und die Kleine Champagne den reinsten Kalksteinboden auf. Dort werden in gebührender Langsamkeit die besten Cognacs hergestellt. Das Terroir Borderies mit vorherrschenden Silikat-Lehmböden produziert mildere Weinbrände, die schneller altern. Am Rand der Weinbauregion produzieren die Rebflächen auf Kalkstein- oder Lehm-Kalkböden sowohl Cognac als auch Landwein aus Charentes.

Lebensart

© BNIC / Stéphane CHARBEAUDie Stadt Cognac mit ihrem internationalen Kriminalfilmfestival liebt Rätsel, wie beispielsweise das Geheimnis der Herstellung des Weinbrands, der ihren Namen trägt. Dem Zauber der Destillation folgt eine lange Fasslagerung. Cognac ist friedlich, doch zugleich weltoffen, denn die Käufer ihres berühmten Weinbrands kommen aus aller Herren Länder. Die Region Charentes ist auch reich an Kunstschätzen wie beispielsweise zahlreichen romanischen Kirchen mit ihrem ganz besonderen Stil, die bei der Rückeroberung der von den Arabern besetzten Region errichtet wurden. Die Jakobswege haben dort zahlreiche Überreste aus dieser Zeit hinterlassen.

Korsika

Seit sehr langem trägt Korsika den © CIV CorseBeinamen "Die Schöne". Genauer gesagt seit den alten Griechen. Ergreifend schöne Landschaften, zerklüftete Gipfel, von denen einige bis Mai verschneit bleiben, türkisblaues Wasser und weiße Sandstrände, zahlreiche kleine Dörfer auf steilen uneinnehmbaren Felsvorsprüngen - Korsika bietet hinter jeder Kurve ein neues zauberhaftes Schauspiel. Die Insel weist mit ihrer mit Paris vergleichbaren Niederschlagsmenge, jedoch umgeben vom Mittelmeer, ideale Voraussetzungen für Weinbau auf, den sie allerdings erst vor kurzem wiederentdeckt hat. Erst 1769 wurde Korsika nach Verkauf durch Genua französisches Staatsgebiet und in der korsischen Seele ist diese starke Identität weiterhin tief verwurzelt. Auch der Wein hat seine eigene Identität, und Rebsorten wie Niellucio oder Sciacarello, die man auf dem Kontinent nur selten findet, sind ein Grund mehr, die Weine der Schönen Insel wieder zu entdecken.

Mehr Infos: www.vinsdecorse.com/

 

Klima

© CIV Corse

Korsika befindet sich im Mittelmeer zwischen Frankreich und Italien und besitzt eine außergewöhnliche klimatische Lage. Die Sonne scheint über 300 Tage pro Jahr, zumindest an den Küsten, und die Winter sind mild. Hier reifen die Trauben ohne jegliche Schwierigkeiten. Die Nächte der vom Mittelmeer umgebenen Insel sind allerdings ziemlich kühl und die nächtliche Brise vom Meer mildert die glühende Hitze. Das Ergebnis lässt sich an den Weinen ablesen, die ein gutes Gleichgewicht zwischen Säure und Geschmeidigkeit aufweisen. Die Weingegenden liegen im Übrigen alle am Meeresufer.

Terroir

© Claude Cruells

Die korsischen Terroirs sind auf höchstens 10000 Hektar Gesamtfläche am Rand der Insel stark gestreut und befinden sich jeweils an den Stellen, an denen es dem Menschen gelungen ist, die Macchie zu bezwingen, um Rebstöcke zu pflanzen. Die von den Genuesen im 16. Jahrhundert eingeführten Rebstöcke erfuhren mit der Anerkennung der besten Böden insbesondere nach 1957 einen qualitativen Aufschwung. So gibt es neben einer regionalen Appellation zwei kommunale AOP-Bezeichnungen, die den Qualitätsfortschritt der Weine bezeugen. Granit- oder Schieferböden mit dunkler karger Erde sind der am weitesten verbreitete Bodentyp. Kalksteinböden findet man wiederum im Norden bei Patrimonio und im äußersten Süden.

Lebensart

© CIV Corse

Auf Korsika ist das Inseldasein an jeder Ecke spürbar. Der Lebensrhythmus richtet sich nach der Insel, ihren ruhigen Dörfern und ihren schmalen kurvigen Straßen. Die schöne aber launische Natur zwingt den Korsen einen gelasseneren Rhythmus auf als in den Großstädten. Eine weitere Folge der Insellage sind die Besonderheiten der Küche. Kastanienmehl, Esels- oder Wildschweinwurst, Brocciu (Frischkäse vom Schaf) und üppiger Honig sind einige typische Zutaten, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wein ist auf natürliche Weise ein wesentlicher Bestandteil dieses Geschmacks für gutes Essen und profitiert von der seit den 50er Jahren wiedergefundenen Dynamik des Weinbaus.

 
 
 

Jura

Der Weinbau im Jura hat eine althergebrachte Tradition. Sequania, die heutige Region Franche-Comté, und ihre Weine wurden bereits 80 vor Christus von Plinius dem Jüngeren in seinem Naturgeschichtlichen Werk erwähnt. Im Folgenden entwickelt sich das Weinbaugebiet von der Französischen Revolution bis Ende des 19. Jahrhunderts kontinuierlich weiter: die Eigentümer, Adelige und Geistliche, belegen die meisten der heute bekannten Weingüter und begleiten ihre Entwicklung.

Heute bringen die 1900 Hektar Rebfläche dieses Anbaugebiets Weine hervor, die diese lange Exzellenztradition pflegen und aus recht vielschichtigen Böden mit Mergel, Lehm und Kalksteingeröll den besten Nutzen ziehen.

Mehr Infos: http://www.jura-vins.com/

 

Klima

Travail de taille en hiver - Château d’Arlay © CIVJDas Weinbaugebiet des Jura gehört zusammen mit der Champagne, dem Elsass und dem Burgund zu den nördlichen Weingegenden Frankreichs. Sein Klima ist halbkontinental und seine Klimaschwankungen können beträchtlich ausfallen. Die Temperatur im Jahresdurchschnitt beträgt zwischen 11° und 13°C bei einer Sonnenscheindauer zwischen 1700 und 1900 Stunden. Der Sommer im Jura ist im Allgemeinen heiß und trocken. Im Jura gewährleistet die Süd- oder Südwestlage dem Weinbaugebiet ausgiebige Sonneneinstrahlung und Schutz gegen den Südostwind und den berüchtigten kalten Nordwind, die "schwarze Bise". Das häufig sehr regnerische Frühjahr trägt zu den etwa 1150 Millimeter durchschnittlichen Niederschlägen pro Jahr im Naturschutzgebiet Revermont bei. Trotz seiner kleinen Fläche besitzt das Weinbaugebiet aufgrund der Morphologie des Reliefs je nach Lage zur Sonne, Höhe und Hangneigung verschiedene Mikroklimata mit starken Kontrasten. So werden auch die Rebsorten je nach Charakter ausgewählt: frühe Sorten wie Poulsard und Pinot oder Spätsorten wie Savagnin und Trousseau.

Terroir

Coucher de soleil sur les vignes de Pupillin © CIVJ - Xavier ServolleBei ihren Qualitätsbestrebungen war den Winzern des Jura schon sehr früh die Beziehung zwischen der Qualität eines Weins und den spezifischen Eigenschaften eines Ortes bewusst. Über die mengenmäßig erfassbaren und analysierbaren Bestandteile des Terroirs (Geologie, Böden, Klima) hinaus wird ihnen die Rolle der Menschen im Terroir ganz offensichtlich, was ihre vorbedachten Aktionen zugunsten der kontrollierten Herkunftsbezeichnungen erklärt. Der Rebstock findet hier einen altehrwürdigen Boden vor, der bei der Entstehung des Juragebirges gebildet wurde und überwiegend aus Kalkstein besteht. Dieses durchlässige lösliche Felsgestein ist für Rebstöcke und insbesondere für die Rebsorten des Jura sehr vorteilhaft. Des Weiteren haben die am Kalksteinplateau gelegenen Hänge ziemlich vielschichtige Böden, in denen verschiedene Mergelgesteine (blauer, grauer, roter und schwarzer Mergel aus dem Mittel- und Oberjura), Tone aus dem Trias und Kalkgeröll gemischt vorkommen. Diese Mergelgesteine bilden in Verbindung mit dem Felsgeröll aus dem Bajocium und den Tonen aus dem Jura die besten Weinländer des Jura.

Lebensart

Moment convivial autour d’un crémant © CIVJ – Henrick MONNIERVon den Winterferien bis zur Weinlese und den schillernden Herbstfarben ist das Weinbaugebiet im Jura stets zum Empfang von Besuchern bereit. Landschaften mit seltener Schönheit zeigen sich im Lauf der Jahreszeiten in wechselndem Gewand und die Palette der Rot-, Weiß- und Roséweine, sowie der berühmte Vin Jaune des Jura gehören zu den Sternstunden der Gastronomie und sind ein Aushängeschild des Jura und der Savoyen. Denn hinter den Blicken öffnet sich stets eine Tür zu einem gemütlichen Haus, in dem sich alles um die Küche dreht.

 

Languedoc

Auf den 40000 Hektar, auf denen sich die neunzehn Appellationen des Languedoc erstrecken, ähnelt kein Wein dem anderen, und lediglich ein Aspekt ist seit der Antike gleichgeblieben: das Mittelmeer. Vom Mittelmeer stammen die Süße der klaren Winter, der Rotton der heißen trockenen Sommer, die Garigue-Aromen und die gischtbeladenen Winde. In 30 Jahren hat der Mensch das Weinbaugebiet des Languedoc umgewandelt. Grenache, Mourvèdre und Syrah wurden die Star-Rebsorten der neuen Plantagen. Die getrennte Weinbereitung der Rebsorten, die Kunst ihrer Zusammenstellung und danach die Ausbauverfahren sind charakteristisch für die kontrollierten Herkunftsbezeichnungen des Languedoc und ergeben strukturierte ausgewogene Weine.

Mehr Infos: http://www.languedoc-wines.com

Klima

Im Languedoc, dem südlichsten Gebiet des Landes, ist das Klima hauptsächlich mediterran. Der Sommer ist sehr heiß und trocken, Herbst und Frühling sind mild, auch wenn noch im April gelegentlicher Morgenfrost möglich ist. Der Winter ist ebenfalls mild und, sonnig und die Temperatur sinkt nur wenig unter 0°C. Die Niederschläge fallen sehr spärlich (in einigen Gemeinden gehören die Niederschlagsmengen zu den geringsten in Frankreich) und der sehr häufig wehende Fallwind Tramontane trocknet die Reben und beugt Krankheiten vor. Es handelt sich um einen für den Weinbau idealen Klimatyp. Am äußersten westlichen Ende des Gebiets, insbesondere bei den Appellationen Cabardès und Malepère, löst sich allerdings der mediterrane Abdruck auf und verbindet sich mit den Merkmalen des ozeanischen Klimas. Dieses Klima herrscht dort vorübergehend, während sich milde atlantische Einflüsse der mediterranen Strenge überlagern.

Terroir

Zwischen Nîmes, Béziers, Narbonne, Perpignan und Carcassonne sind die Terroirs sehr vielfältig: ausgedehnte Terrassen mit Rollstein, Sandstein und Mergel, Kalkstein und Schiefer, Lehmböden, Puddingstein, Sandböden, Molasse usw. Viele Pluspunkte, die den Terroirs des Languedoc die spezifischen Besonderheiten jeder Appellation verleihen. Aus dieser Bodenvielfalt entsteht eine Reihe ganz unterschiedlicher Weine mit unzähligen aromatischen Varianten, manchmal sogar innerhalb derselben Appellation. Im Allgemeinen herrschen aus Sedimentgestein stammende Sand- und Kalksteinböden im Küstenbereich vor und die Schieferböden im Gebirge.





Lebensart

Das Languedoc bietet anhand seiner jahrhundertelangen Geschichte bereits für sich genommen eine Rundreise durch die Kulturen und die Gastronomie… Vom Norden nach Süden reist man von der alten Römerstadt Nîmes, die sowohl zur Camargue als auch zu den Cevennen gehört, nach Montpellier, wo sich ein bewundernswertes geschichtliches Erbe mit einem außergewöhnlichen Lebensrahmen verbindet. Es folgt Béziers, die 27 Jahrhunderte Geschichte mit Zeiten des Wohlstands, der Revolten und der Massaker durchlebt hat, dann die als Klein-Rom bezeichnete Stadt Narbonne und schließlich Carcassonne mit der bedeutendsten mittelalterlichen Festungsanlage Europas. Ein geschichtsträchtiges Gebiet mit Verschmelzungen der Kulturen: die Nähe zu Spanien und die Allgegenwart des Mittelmeers machen das Languedoc zu einer weltoffenen Region, die eine lange Tradition der Gastfreundschaft bewahrt.

 
 

Provence

Von Arles bis Nizza bietet die Provence eine Aneinanderreihung idyllischer Orte mit einer Mischung aus Meer und Bergen und umgeben von sonnenverwöhnten Weinbaugebieten. Kunst, Geschichte, Geografie und Kultur finden sich hier überall und nicht nur während der großen Sommerfestivals. Die Provence ist bekannt für ihre Lavendelfelder und ist der weltweit größte Hersteller für Roséweine, birgt allerdings auch einige geheimere Rot- und Weißweine, die kluge Weinliebhaber begeistern.

Mehr Infos: http://www.vinsdeprovence.com/

Klima

Die Provence ist für das intensive Blau ihres Himmels bekannt, und es ist kein Zufall, dass sich Van Gogh, Cézanne, Matisse und Picasso gerne hier aufhielten. Der heftige Mistral, der hier 150 Tage im Jahr bläst, hat allerdings nicht nur künstlerische Kräfte. Er trocknet die Luft, begünstigt einen guten Gesundheitszustand der Rebstöcke und hält Krankheiten fern. Er löst die Wolken auf und lässt die Sonne über 3000 Stunden im Jahr scheinen, der Rekord in Frankreich. Dieses mediterrane Klima kennt allerdings geografische Variationen: im Landesinnern ist ein kälterer Einfluss zu spüren, dort ist es nachts kühler, vor allem mit zunehmender Höhe. Im Gegensatz dazu ist die Sonneneinstrahlung am Meeresufer stärker, was für bestimmte Rebsorten wie Mourvèdre ideale Voraussetzungen bietet.

Terroir

Das Weinbaugebiet erstreckt sich von den Seealpen bis zum Meer und von Marseille bis Italien, wodurch sich eine große Vielfalt an Terroirs ergibt. Seien es Terrassen, die das Mittelmeer überschauen, in einem Tal im Landesinnern oder das Gebiet Haut Var, wo die verwitterten Felsen den Weinen Erlesenheit und Charakter verleihen. Die Kalksteinböden sind im Westen der Region in Richtung Aix, Cassis und Bandol stärker ausgeprägt. In Richtung Westen hingegen herrschen aufgrund der Nähe zu den Alpen Schiefer und Sandstein vor. Im Einklang mit dem Mikroklima des jeweiligen Terroirs passen sich die Rebsorten an die geologischen Voraussetzungen an und ergeben durch Verschneiden ein sehr vielseitiges Weißwein-, Roséwein- und Rotweinsortiment.

Lebensart

Das Leben in der Provence ist ein Ebenbild ihrer Gastronomie: offen und schillernd. In prächtigen Landschaften zeigt sich die Sonne das ganze Jahr über und man lebt häufig draußen im Schatten der Kastanien. Rund um die Städte der Mittelmeerküste ist das Hinterland voller Überraschungen mit Ausflügen in wilder Natur und unzähligen vollständig erhaltenen Bergdörfern. Die provenzalische Küche, die ein gutes Umfeld für Gemüse mit Kräutern, Fisch und Olivenöl bietet, begeistert sich ebenso für Lamm aus den Seealpen und sogar nordafrikanische Einschläge. Diese aromatische würzige Gastronomie findet in den Weinen der Provence ihre perfekten Begleiter. Das geht nun schon so seit über 2600 Jahren.

 

Roussillon

Das Roussillon, eine 1659 an Frankreich angegliederte Provinz, wurde 1790 zum Departement Pyrénées Orientales. Hier hat der Rebstock eine tausendjährige Tradition und der Boden ist von den Göttern geweiht. Wie ein nach Osten zum Mittelmeer offenes Amphitheater wird diese Region zwischen Meer und Bergen von drei Gebirgsmassiven eingerahmt: den Corbières im Norden, den Pyrenäen mit dem Mont Canigou im Westen und den Albères im Süden. Die drei Flüsse Agly, Têt und Tech begrenzen die Terroirs mit ihrer überraschenden, ständig nach Qualität strebenden Vielfalt. Nach der Reblauskrise wurden von den Winzern des Roussillon in der Tat edle Rebsorten gepflanzt, dank deren nun die geschützten Ursprungsbezeichnungen Rivesaltes, Banyuls, Collioure und Côtes du Roussillon erzielt werden.

Mehr Infos: http://www.vins-du-roussillon.com

Klima

Charakteristisch für das Klima des Roussillon sind eine trockene Sommersaison und eine regnerische Zeit im Herbst und zu Beginn des Frühlings. In diesem mediterranen Klima liegen die Niederschläge im Durchschnitt bei 500 bis 600 Millimetern pro Jahr und fallen besonders im Herbst. Dank der milden Winter, der heißen Sommer und der im Jahresmittel höchsten Sonneneinstrahlung (2531 Stunden) und Temperatur (15°C) Frankreichs fühlt sich der Weinbau in Roussillon zu Hause. Sieben Winde (Tramontane, Canigounenc, Wind aus Spanien, Levante, Narbonnais und Nordwind) streichen über die Region hinweg und beschleunigen die Verdunstung auf den Böden und an den Pflanzen. Zu guter Letzt ist die sehr trockene Sommerzeit der Reifung der Trauben förderlich.

Terroir

Eine Besonderheit des Roussillon sind die sehr vielfältigen geologischen Strukturen und Mikroklimata, so dass jede Rebe ihr bevorzugtes Terroir finden und ihre Charaktereigenschaften zum Ausdruck bringen kann.

Entlang des Agly-Tals im Norden des Departements befinden sich die Weinfelder an Hängen mit starkem Gefälle, die sich vorzüglich für den Weinanbau eignen. Auf den Schiefermergeln und schwarzen Schiefern rund um das Dorf Maury werden die Reben der geschützten Ursprungsbezeichnung Maury angebaut (trocken und Vin Doux Naturel).

Die Ebene besteht im Wesentlichen aus steinigen Böden, Rollkiesel, Lehm-Sandböden und rotem Lehm. Im Süden des Roussillon, wo die Pyrenäen bis ans Mittelmeer reichen, breitet das Terroir Banyuls Collioure seine Schieferterrassen bis zur Meeresküste aus.

Lebensart

Im Roussillon heißt es üblicherweise, dass es nicht nur vier Jahreszeiten gibt, sondern zusätzlich eine Abfolge unverhoffter Sommer- und Frühlingstage mitten im Herbst oder im Winter. Die Produkte des Mittelmeerraums (Wein, Obst und Gemüse, Fischfang) stehen mit denen der Pyrenäen (Viehzucht, Produkte vom Bauernhof, Wurstwaren) in Kontakt und kombinieren auf geglückte Weise in delikaten oder „ländlicheren“ Rezepten der katalanischen Gastronomie.

Die katalanische Küche zeichnet sich durch eine hohe Produktvielfalt aus, die aus ihr eine vollwertige Küche macht. Sie identifiziert sich durch den Gebrauch süß-herber und süß-saurer Kontraste und spezifische kulinarische Techniken wie das „Sofregit“ und die „Picada“. Katalanen stehen besonders auf süße und feine Zubereitungen.

Savoyen

© CIVSAn der Kreuzung französischer, schweizerischer und italienischer Einflüsse hat sich die Region Savoyen seit langem dem Anbau von Weinstöcken verschrieben. Ihre regelmäßig sonnenbeschienenen Gebiete, die eine große Vielfalt an Anbaubedingungen bieten, eignen sich vorzüglich für die Weinherstellung, deren erste Spuren bis auf die römische Kolonisierung zurückreichen. Nach der Reblauskrise, die hier, wie auch in anderen Regionen, das Weinbaugebiet fast vollständig zerstört hätte, verstanden es die Winzer, dem Rebstock ganz im Geist der Region neues Leben einzuhauchen: Süße und Erlesenheit für geteiltes Vergnügen.

Mehr Infos: http://www.vindesavoie.net

Klima

© CIVSDer Rebstock fürchtet weder Schnee noch Frost, so lange genug Sonne scheint, um eine gute Reifung der Trauben zu gewährleisten. Genau das ist der Fall im Anbaugebiet Savoyen, wo das Klima im Winter streng ist, aber großzügig im Sommer mit einer schönen sonnigen Nachsaison. Die auf den besten Böden gepflanzten Rebstöcke lassen sich unter guten Voraussetzungen von der Sonne bescheinen. Hier ist man weit entfernt von den großen Weinbauflächen im Süden Frankreichs, denn die Rebstöcke werden in den Savoyen nur dort gepflanzt, wo das Klima ihnen ein Höchstmaß an Sonne und Wärme gewährt. Die Weinfelder belegen somit im Allgemeinen die Süd- und Südwesthänge mit dem richtigen Gefälle, um die Wirkung der Sonnenstrahlen zu maximieren. Die Menschen haben im Laufe der Zeit gelernt, die mikroklimatischen Feinheiten dieser Regionen zu erkennen und zu nutzen.

Terroir

© CIVSDie Weinbaugebiete der Savoyen bestehen aus einem feinen Mosaik aus Mikroterroirs, die nicht immer nahe beieinander liegen, jedoch stets am besten Standort für den Weinbau. Die Terroirs belegen hier die Böden der Täler oder die ersten Hänge der Alpen. Auch hier bevorzugen die Rebstöcke Lehm-Kalkböden in südöstlicher oder südwestlicher Lage, um die Sonnenenergie besser einzufangen.

Lebensart

© CIVSIn Savoyen ist die Lebensqualität außergewöhnlich: überragend schöne ländliche Räume und Berglandschaften, aber auch eine weit vom Stress der Städte entfernte Ausgeglichenheit, die eine unmittelbare Flucht aus dem Alltag garantiert. Die ausgezeichneten landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Weine und Käse, zum Beispiel der Beaufort von der Alm, haben eine stets lebendige Feinschmeckertradition geprägt. Und selbstverständlich ist die Palette der Rot-, Weiß- und Roséweine ein wesentlicher Teil der gastronomischen Augenblicke und der Vorzüge der Region Savoyen.

Südwest-Frankreich

Paysage Vignes & Pyrénées - le vignoble de l’Armagnac © Michel Carossio / Collection BNIArmagnacDas Weinbaugebiet Südwest-Frankreich zwischen Aveyron und dem Baskenland wird im Süden von den Pyrenäen und im Norden vom Zentralmassiv eingefasst. Es erstreckt sich über 500 Kilometer und verteilt sich auf 12 Departements. Das aus dem politischen Willen mehrerer kleiner selbständiger Weingüter entstandene Gebiet wurde auf dem gemeinsamen Ehrgeiz zu Qualität und Anerkennung gegründet. Diese lange im Schatten ihres mächtigen Nachbarn Bordeaux stehenden Winzer haben sich zusammengeschlossen, um mit dem gemeinsamen Nenner des Sinns für Anstrengung und den hohen Stellenwert der Natur und dem Ehrgeiz, bestes Niveau zu erreichen, ihre Weine bekannt zu machen. Die durch dieses leidenschaftliche Erbe gestärkten Weine des Südwestens bilden eine Familie ganz unterschiedlicher Weine mit großen Süßweinen, fruchtigen Weißweinen oder betörenden Rotweinen. Zahlreiche einheimische Rebsorten zeugen von einer langen Weinbautradition und verleihen den Weinen aus dem Südwesten Frankreichs ihren einzigartigen kräftigen Charakter.

In dieser Region mitten in der Gascogne findet man ebenfalls das Weinbaugebiet des Armagnac. Seine 15000 Hektar erstrecken sich im Wesentlichen über die sanften sonnigen Hügel des Departements Gers, aber auch der Departements Landes und Lot-et-Garonne.

Mehr Infos:

www.france-sudouest.com/fr

www.armagnac.fr

Klima

Die Weine aus Südwest-Frankreichs stehen unter dem Zeichen eines ozeanischen Klimas mit kontinentaler Tendenz: sehr heiße Sommer, ein sehr milder sonniger Herbst, fast wie ein indischer Sommer, und ein kühler und regnerischer Winter und Frühling. Somit ein für den Rebstock sehr günstiges Klima. Die Niederschläge fallen eher gering aus, außer vielleicht in der Nähe des Baskenlandes, wo die westlichsten Weinbaugebiete gut entwässerte Böden wählen müssen. Der Herbst ist hier so schön, dass edelsüße Weine aus überreifen oder edelfaulen Trauben hergestellt werden. Dies ist insbesondere in Jurançon der Fall. Neben dieser klimatischen Konstante spielt die große Bodenvielfalt in dieser Region eine entscheidende Rolle und prägt den Weinen sehr unterschiedliche Charaktere auf.

Terroir

Im Südwesten überdeckt das Puzzle der Weingüter ein Dreieck mit 300 Kilometern Seitenlänge, wobei Mischkulturen und Viehzucht die Terroirs voneinander trennen und ihnen eine ganz unterschiedliche Persönlichkeit verleihen. Diese zahlreichen Terroirs profitieren von spezifischen Anbauvoraussetzungen, um ihre Besonderheiten zur Geltung zu bringen. Durch die Kalksteinböden auf den Hochebenen oder Kieselerde, Kalkstein und Kies in den Tälern können die Weine des Südwestens sehr markante Stile zum Ausdruck bringen, die von einem Gebiet zum anderen erheblich variieren. Eine Region der Kontraste mit zahlreichen geschützten Ursprungsbezeichnungen: Bergerac, Côtes de Duras, Côtes du Marmandais, Buzet, Cahors, Gaillac oder Brulhois.

Eine Vielfalt, die auch das Weinbaugebiet Armagnac und seine drei Erzeugerregionen auszeichnet: die Region Bas-Armagnac im Westen besteht aus sauren Sandschlammböden („fahler Sand“), die feine fruchtige Weinbrände ergeben, die Lehm-Kalksteinböden von Armagnac-Tenarèze in der Mitte bringen härtere Weinbrände hervor, die nach längerer Alterung zu genießen sind, und Haut-Armagnac im Süden und Osten, wo sich gegenwärtig nur noch wenige Weinstöcke finden.

Lebensart

Der Südwesten ist eine Landwirtschaftsregion mit diversifiziertem Anbau und schlemmerisch-schmackhafter Küche. Vom Thunfisch aus St Jean de Luz bis hin zur Ente aus den Landes und dem Obst aus dem Garonne-Tal lässt einen die Region neidisch werden. Hier sind auch die besten Rugbymannschaften zu Hause, insbesondere in Toulouse, und Spanien hinter den Pyrenäen hat mit den berühmten Corridas von Dax eine bedeutende Stierkampfkultur exportiert. Kurz und gut, im Südwesten werden gerne Feste gefeiert. Alle diese Aktivitäten sind den zahlreichen Neuankömmlingen in der Region sehr gelegen, ob sie nun aus England kommen und eine ruhige Kugel schieben, oder aus Nordfrankreich und in den Hightech-Sektoren des Ballungsraums Toulouse arbeiten. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Schnee der Pyrenäen, ein Meer und ein Ozean ein in Frankreich relativ einzigartiges Freizeitangebot bilden.

 
 

Loiretal

 Mit ihren 1000 Kilometern Länge ist die Loire der größte Fluss Frankreichs und nie sind die Rebstöcke weit von ihren Ufern entfernt. Die Landschaften und Klimazonen der weiträumigen Loire-Region schwanken von Nantes bis Roanne sehr stark und reichen vom ozeanischen System am Meer bis zu deutlich kontinentalen Einflüssen im Landesinnern. Daraus ergeben sich sehr kontrastreiche Landschaften sowie eine unglaubliche Vielfalt der Weine dieser Region, wenn auch alle diese Weinbaugebiete eine Gemeinsamkeit teilen: eine geografische Breite, die den Weinen nördlich erfrischende Tonalität verleiht. Mit seinen trockenen Weinen, Süßweinen und Schaumweinen rangiert das Loiretal in Bezug auf die Bedeutung seiner Qualitätsweine in Frankreich an dritter Stelle.

Mehr Infos:

http://www.vinsvaldeloire.fr

www.vins-centre-loire.com

Klima

Das Loiretal ist für sein gemäßigtes Klima bekannt mit milden Wintern, in denen atlantische Tiefausläufer mit Regen und Feuchtigkeit aufeinander folgen. Im Sommer bleiben die Temperaturen recht warm, aber nicht übermäßig. Aufgrund der gemäßigteren Sonneneinstrahlung und einer insgesamt höheren Feuchtigkeit liegt die Loire allerdings an der Nordgrenze für den Weinanbau. Natürlich zeichnet sich auf den 500 Kilometern Flusslänge Richtung Osten ein weniger einheitliches Gebiet ab als es zunächst den Anschein hat und sowohl bei der Sonneneinstrahlung als auch den Niederschlägen treten starke mikroklimatische Schwankungen auf. Die aufgrund ihrer Anpassung an das herrschende Klima ausgewählten nördlichen Rebsorten fühlen sich am Loire-Ufer wohl, da sie dort von den Wohltaten einzigartiger Lichtverhältnisse profitieren.

Terroir

© BIVCDie Loire durchquert Frankreich, daher sind keine einheitlichen Bodenverhältnisse entlang ihrer Weinbauregionen zu erwarten. Im äußersten Westen des Anbaugebiets stammen die Weine aus Nantes aufgrund ihrer Nähe zum Armorikanischen Massiv - dem ältesten von allen - von Granit-, Schiefer- und Gneisböden. In Anjou besteht ein Teil der Böden aus Schiefer desselben Typs und ein anderer östlicherer Teil aus Kalkstein, da er sich an den Rändern des Pariser Beckens befindet. In Touraine sind die Böden diversifizierter mit Schwemmland-, Lehm-, Lehm-Kalkstein- und Sandanteilen. In Richtung Sancerre herrschen schließlich Lehm-Kalksteinböden vor. Diese Bodenvielfalt erklärt, dass die im Loiretal verwendeten Rebsorten eine große Familie bilden. Sie sind jeweils an den Boden und das Terroir angepasst, auf dem sie wachsen, und in den meisten Fällen werden Weine aus nur einer Rebsorte bereitet.

Lebensart

Die Bewohner des Loiretals lieben Wein, und ihre erstklassige vornehme Küche beruht auf einer großen Produktvielfalt. Stellen Sie sich einmal vor, dass an Fisch und Meeresfrüchten kein Weg vorbeiführt, dass zahlreiche Sorten Ziegenkäse den Gaumen verwöhnen, dass sich das Klima sowohl für Obstanbau als auch für hochwertige Viehhaltung eignet, dass das zarte Gemüse schon früh in der Saison aus dem Boden spitzt. Rufen Sie sich auch in Erinnerung, dass die französischen Könige hier in ihren unzähligen Schlössern von ganzem Herzen eine große Tradition der Erlesenheit und des guten Lebens pflegten... Die Geschichte Frankreichs verdankt der Loire viel, was sich heute in einer außerordentlichen Lebensqualität widerspiegelt. Wenn Sie also eine Schwäche für schöne Dinge, für Dörfer mit Schieferdächern und für französische Gärten haben, lassen Sie sich an einem großen ruhigen Fluss entlangführen.

 

Rhonetal

© Christophe Grilhé Nach ihrem Ausfluss aus den Alpen wendet sich die Rhone jäh nach Süden in Richtung Mittelmeer. An diesem strategischen Ort, an dem sich der Ballungsraum Lyon ausbreitet, verlässt sie den Nebeldunst des Nordens, die Kälte und den grauen Himmel und fließt der Sonne, den warmen Landdüften und einer Abfolge sonniger Weinberge entgegen. Diese symbolische Straße in den Süden scheint wie von der Geografie gezogen: in der Tat folgt der Fluss einem engen Tal zwischen Alpen und Zentralmassiv, in dem auch die Schienen des TGV und die Autobahn verlaufen. Auf diesen Wegen ergießt sich alljährlich der Strom der ferien- und sonnenhungrigen Reisenden. Mit einigen Resten kontinentalen Klimas im nördlichen Teil steht das Weinbaugebiet des Rhonetals zur Freude aller Liebhaber guter Weine ganz unter dem Einfluss der Mittelmeersonne und des Mistral.

Mehr Infos: http://www.vins-rhone.com/

Klima

Von Arles bis Lyon versetzt die Rhone die Franzosen auf über 250 Kilometern von der Arbeit in den Urlaub, und der damit verbundene Klimawechsel ist gewaltig. Das mediterrane Klima siedelt sich im südlichen Teil an. Der Sommer ist heiß und sonnig, und der legendäre Mistral reinigt den Himmel von den Wolken. Er reinigt auch die Rebstöcke und verbessert die Gesundheit der Trauben. Unter diese Voraussetzungen werden runde, fette, alkoholreiche Weine erzielt. Im Norden Richtung Côte Rôtie und Condrieu ist das Klima kontinentaler mit Einflüssen vom Mittelmeer. Die Winter sind kalt und die Sommer heiß. Die Weine sind säurebetonter, länger haltbar und ihre Tannine sind lebhafter ausgeprägt.

Terroir

Entlang des Rhonetals existieren alle Terroirtypen. Das bekannteste in Chateauneuf du Pape besteht aus großen Rollkieseln alpiner Herkunft, die in der Nacht die tagsüber gespeicherte Wärme wieder abgeben. Ganz im Norden wächst der Wein jedoch auf steilen Terrassen mit Schiefer- oder Granitböden aus dem Zentralmassiv. In anderen Gegenden sind Terroirs mit Lehm-Kalkböden vorherrschend. In der Tat ist das Rhonetal das Bindeglied zwischen drei großen geologischen Systemen, den Alpen, dem Zentralmassiv und den Kalksteinebenen. Der feinkörnige Anteil des vom Fluss mitgeführten Schwemmlands hat sich im Norden abgelagert und der grobkörnige Anteil am Ende des Tales. Daraus ergeben sich vielschichtige Böden, die den Weinen selbst innerhalb derselben Appellation einen besonderen Ausdruck verleihen.

Lebensart

Die Lebensart im Rhonetal ist durch außergewöhnlich schöne Sehenswürdigkeiten und Naturräume geprägt. Da wären beispielsweise Avignon und Orange, ihre Geschichte, ihre Festivals und ihre lebhaft vibrierenden Straßen. Doch wird man ebenfalls den Duft des ländlichen Raums am Mont Ventoux, die Garigue von Grignan und die prächtigen Dörfer Vaison-la-Romaine oder Chateauneuf du Pape zu schätzen wissen. Oder auch die geheimen Seiten des Luberon, die Ockerländer von Roussillon und die wilden und bezaubernden Schluchten der Ardèche. In diesen vom Mistral beherrschten Regionen wachsen die Bäume schräg und die Zypressen verleihen dem Land diesen so beliebten Stil, der das schöne Wetter und die Urlaubszeit verkündet.

© Christophe Grilhé

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