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Die Weinberufe

Berufe

Die Persönlichkeit eines Weines ist das Ergebnis eines umfangreichen Know-hows.

In jeder Etappe seiner Konstruktion von der Auswahl der Trauben am Rebstock bis hin zur Wahl einer Flasche zur Begleitung eines Gerichtes bringen Fachleute ihren gesamten Sachverstand im Dienste der verschiedenen Cuvées zur Geltung.

Vom Winzer, der den Rohstoff des Weines herstellt, bis hin zum Sommelier, der den Verbrauchern seine fachkundigen Ratschläge erteilt, werden hier die verschiedenen Berufe vorgestellt, die jede Flasche zur Erfüllung eines gemeinsamen Prozesses werden lassen.

Kellermeister


Die Mission des Kellermeisters beginnt bei der Anlieferung der Trauben im Weinkeller und endet bei der Flaschenabfüllung des Weins. Sein Fachgebiet ist somit die Weinbereitung in Zusammenarbeit mit dem Weinküfer und dem Önologen. Der Kellermeister wird in jeder Herstellungsetappe des Weines tätig: Pressen, Maische, Temperaturkontrolle, Fassausbau... Als regelrechter Dirigent verfolgt er aufmerksam die Entwicklung des Weins und passt seinen Prozess dem jeweiligen Bedarf an.
Auch die Fachleute, die den Wein im Weinladen verkaufen, werden als Kellermeister (des Weinhandels) bezeichnet.

 
 

Weinkommissionär

Als fachkundiger Vermittler bringt der Weinkommissionär Hersteller und Händler miteinander in Verbindung, um den Vertrieb reibungsloser zu gestalten. Auch wenn er selbst kein Einkäufer ist, profitieren diese von seinem wertvollen Fachwissen. Ein wesentlicher Teil der französischen Produktion stammt nämlich aus Kleinbetrieben, durch die zahlreiche Produkte mit oder ohne Appellationen zusammengefasst werden. Indem er die Hersteller über die besten Vertriebswege berät und die Nachverfolgung der Geschäftsvorgänge gewährleistet, ermöglicht der Weinkommissionär ihnen die Beherrschung ihres Vertriebs und bietet den Händlern einen einzigartigen Zugang zu einer Weinbauregion.

 

Weinküfer

© Photothèque Bourgogne
Der Weinküfer ist für den Weinkeller verantwortlich. Er überwacht sämtliche Vorgänge, die zur Herstellung des Weins führen: Annahme der Weintrauben, Ausbau, Alterung... Als Weinprobeexperte übernimmt er ebenfalls Aufgaben wie die Einhaltung der Hygienevorschriften oder die Meldung der Ernten.

Er kümmert sich außerdem um die Lagerhaltung und legt in Zusammenarbeit mit dem Önologen den Zeitraum für die Markteinführung des ihm unterstehenden Weins fest.

 

Händler

© Photothèque BourgogneDer Weinhändler ist ein Akteur des Weinhandels. Auf halbem Weg zwischen dem Winzer und dem Vertriebshändler stellt er Weine unterschiedlicher Hersteller zusammen und vertreibt sie unter gemeinsamen Marken. Diese Auswahl- und Zusammenstellungstätigkeit ermöglicht ihm zum einen den Zugriff auf große Produktionsmengen und zum anderen die Gestaltung von für ihre Terroirs symbolischen Charakterweinen. Durch diese Strategie können ebenfalls sehr homogene Marken Jahr für Jahr lebendig gehalten und an spezifische Märkte, insbesondere für den Export, angepasst werden.

 

Önologe

Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Ansicht begnügt sich der Önologe nicht damit, die ihm vorgelegten fertigen Weine zu verkosten und zu bewerten. Er wird in der gesamten Herstellungskette eines Weines von der Traube bis zur Flasche tätig. Seine Tätigkeit beginnt vor der Weinlese mit der Leitung und dem Schutz des Weinbergs und setzt sich im gesamten Verlauf der Weinbereitung fort. Er übernimmt die analytische und organoleptische Kontrolle der Weine in den verschiedenen Etappen ihrer Reifung. Je nach seiner Tätigkeitsregion kann er in Zusammenarbeit mit den Kellermeistern Zusammenstellungen aus verschiedenen Rebsorten oder Parzellen empfehlen.

Rebschulgärtner

© Photothèque BourgogneDer Reblauskrise, die im 19. Jahrhundert die französischen Weinbaugebiete verwüstete, verdankt man das Aufkommen der ersten Rebschulgärtner zur Verallgemeinerung der Produktion gesunder Pflanzen. Diese auf das Veredeln und die Zucht von Rebstöcken spezialisierten Winzer züchten Pflanzen einwandfreier Qualität zur Verwendung durch andere Weinbaufachleute.

 

Sommelier

© Photothèque BourgogneAls feinfühliger Weinkenner berät er meistens die Gäste eines Restaurants, kann jedoch auch bei Händlern oder Kooperativen tätig werden. Er ist verantwortlich für den Auf- und Ausbau seines Weinkellers und erstellt an die Erwartungen der Verbraucher angepasste Wein-Speisen-Kombinationen.

 

Böttcher

© Photothèque BourgogneDer Böttcher oder Küfer, Erbe einer Jahrtausende alten Tradition, ist ein Handwerker, der eisenbereifte Holzfässer (im Allgemeinen aus Eichenholz) herstellt, die als Weinfässer Verwendung finden. Er wählt die Hölzer aus, lässt sie altern und verarbeitet sie zu Gefäßen weiter, deren Nutzungsdauer mehrere Jahrzehnte erreichen kann. Von seinem handwerklichen Geschick hängt die Qualität des Weinfasses und dessen Vermögen ab, den dort gelagerten Wein oder Alkohol unter den besten Bedingungen zu altern.

 

Winzer

Der Winzer ist ein begeisterter Landwirt und zugleich ein fachkundiger Handwerker, der sich sowohl auf dem Weinberg als auch im Fasskeller einbringt. Er konzipiert seine Weine von der Auswahl der Rebsorten bis hin zur Flaschenabfüllung. Vom Beschneiden der Rebstöcke im Winter bis zur Weinlese am Ende des Sommers ist der Winzer im Weinberg gegenwärtig und wirkt anschließend durch Überwachen der einzelnen Vinifizierungsschritte an der Weinbereitung mit. In Zusammenarbeit mit dem Önologen beherrscht er jede Etappe und beschließt die gegebenenfalls für den angestrebten aromatischen Ausdruck erforderlichen Verschnitte.

© BIVB

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