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Lagerung

Wann wird ein Wein unter den besten Voraussetzungen verkostet? Zu früh ist bedauerlich, weil er dann keine Zeit hatte, seine volle aromatische Kraft zu erreichen und sich als enttäuschend erweisen kann. Zu spät, dann haben sich diese Geschmacksnoten verflüchtigt und der Wein hat weder Relief noch aromatischen Ausdruck. So hat jeder Wein je nach Herkunft, Gestaltung und vor allem seinen Lagerungsbedingungen einen optimalen Verkostungszeitraum.

Die Frage ist so komplex wie die Weine selbst: in einer Flasche Wein sind über 900 bislang identifizierte Substanzen eingeschlossen und finden zahlreiche chemische Reaktionen und Geschmacksverbindungen statt, die zum Aromareichtum beitragen.

Lagerungsfaktoren

Die Alterungsfähigkeit eines Weins ist von zwei Arten von Faktoren abhängig: zum einen vom eigentlichen Weintyp und zum anderen von den Bedingungen, unter denen die Flasche gelagert wird. Je vielschichtiger der Wein und je ausgewogener seine Bestandteile (kräftig, sauer und tanninhaltig), desto höher ist sein Alterungspotential. Aus dieser Sicht altert ein Gaillac Primeur viel weniger lang als ein Grand Cru Classé aus Saint-Estèphe und erbringt seine ganze Lebendigkeit in den ersten Jahren.

Ebenso altern trockene Weißweine im Allgemeinen nicht so lang wie Rotweine, weil sie weniger Alkohol und weniger Tannine enthalten. Likörartige Weine wiederum können aufgrund ihres Zuckergehaltes wesentlich länger gelagert werden als manche Rotweine.

Die richtige Temperatur

Der zweite Faktor für die Alterung ist die Lagerung der Flasche: bei über 14°C wird die Alterung beschleunigt. Dasselbe gilt, wenn die Flasche direktem Licht ausgesetzt ist, weil dieses bestimmte chemische Reaktionen fördert. Was sich jedoch am schädlichsten auswirkt, sind besonders Temperaturschwankungen: ein großer Wein kann nicht altern, wenn er zwei Jahre lang im Küchenschrank bei Temperaturen von 30° C im Sommer aufbewahrt wird.

Ungefähre Lagerungszeiten der wichtigsten französischen Appellationen:

Weniger als 1 Jahr

  • Beaujolais und andere Primeur-Weine mit AOP-Siegel

1 bis 5 Jahre

  • Champagne, Elsass, Beaujolais, Jura, Savoyen, Provence, Korsika, Languedoc-Roussillon
  • Sudwest-Frankreich: Bergerac, Gaillac, Fronton
  • Loiretal: Touraine, Anjou, Muscadet sur Lie, Sancerre
  • Schaumweine mit AOP-Siegel: Crémant, Blanquette, Clairette de Die
  • Regionale Burgunder-Appellationen: Macon, Bourgogne, Hautes Côtes de Nuits
  • Regionale Bordeaux-Appellationen: Bordeaux und Bordeaux Supérieurs, trockene Bordeaux Blancs
  • Regionale Appellationen aus dem Rhonetal: Côtes du Rhône, Côtes du Rhône-Villages, Rosé de Tavel

Bis zu 10 Jahren

  • Gemeindeappellationen aus dem Burgund, Rot- und Weißweine: Chablis, Pouilly Fuissé, Gevrey Chambertin, Beaune, Volnay,
  • Bordeaux: regionale Appellationen vom linken Ufer: Médoc und Haut Médoc, Graves
  • Gemeindeappellationen aus dem Bordeaux: Saint Émilion, Pomerol,
  • Rhonetal: Gemeindeappellationen
  • Languedoc-Roussillon: Vin Doux Naturel, Maury, Banyuls, Muscat de Rivesaltes
  • Loiretal: Rotweine aus Touraine: Chinon, Bourgueil

Bis zu 20 Jahren

  • Burgund: Premier Cru und Grand Cru Weine
  • Rhonetal: Qualitätsrotweine Côte Rôtie, Hermitage, Cornas, Châteauneuf du Pape, Gigondas
  • Bordeaux: Gemeindeappellationen des Médoc und der Graves: Pessac-Léognan, Margaux, Pauillac, Moulis. Grands Crus Classés, Crus Bourgeois.
  • Loiretal: süße und likörartige Weißweine: Côteaux du Layon, Bonnezeaux

Über 20 Jahre

  • Jura: Vin Jaune und Vin de Paille (Strohwein)
  • Languedoc-Roussillon: Banyuls Grand Cru
  • Südwest-Frankreich: likörartige Weine: Jurançon, Monbazillac, Pacherenc
  • Bordeaux: likörartige Weine: Sauternes, Barsac, Loupiac, aber auch einige Grands Crus Classés des Médoc und der Graves.
Bouteilles en cave - Photo Louis-Marie Blanchard © Interloire

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